Erster Balkankrieg 1912-1913

Bulgarien, Serbien, Griechenland, Montenegro Türkei

Die Liga der Balkanstaaten hoffte durch diesen Krieg die Türken vom Balkan verdrängen und die Territorien der beteiligten Staaten vergrößern zu können. Als Vorwand zur Kriegserklärung diente ihnen die als despotisch wahrgenommene türkische Herrschaft in Mazedonien.

Die Offensive der Balkanstaaten begann am 17.10.1912. Die Serben (General Radomir Putnik) und die Griechen (Kronprinz Konstantin) marschierten in Mazedonien ein, die Bulgaren in Thrakien. Die montenegrinischen Truppen spielten kaum eine Rolle.

Die Griechen eroberten Saloniki, nachdem die serbischen Truppen die Türken in den Schlachten von Kumanovo (24.10.) und Monastir (5.11.) besiegt hatten. Nur die Festungen Yannina und Scutari hielten noch den Widerstand aufrecht. Die Bulgaren siegten in den bei Kirk Kilissa und Lüle Burgas. Im November belagerten sie bereits Konstantinopel.

Eine Friedenskonferenz in London über den Jahreswechsel 1912/13 brachte keine Ergebnisse, da die Großmächte keinen Kompromiss zwischen ihren unterschiedlichen Interessen in der Region finden konnten. Am 23.1.1913 putschten sich die Jungtürken unter Enver Bey in Konstantinopel an die Macht und schlossen einen Waffenstillstand. Trotzdem hielten Belagerungen an bis Yannina, Adrianopel und Scutari kapitulierten. Die Großmächte zwangen nun den kriegführenden Staaten ihre Friedensbedingungen auf.

30.5.1913 Vertrag von London


Tote: 82.000 (Serbien: 15.000 / Griechenland: 5.000 / Bulgarien: 32.000 / Türkei: 30.000)



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(mak) 2000