1268  HOFFMANN Nikolaus * um 1654, Eidenborn
+ 18.10.1732; Eidenborner Hof
(2536)Nikolaus Hoffmann - (2537)Elisabeth Bauer

oo um 1678

1269  FISCHER Katharina * um 1660, Eidenborn
+ 05.08.1729; Eidenborner Hof

Weitere Nr.: 1544,1816


KINDER  auf dem Eidenborner Hof geboren:
(772)Johann Peter
    oo um 1700,(773)Anna Maria Bauer,(+ 05.08.1733; Knorscheid)
        T.v. Hans Adam B. und Anna Katharina Kloppen
     + 14.05.1744, Knorscheid

(908)Johannes
     * err.1684/85
    oo 18.02.1690, (909)Anna Gertrud Frank/Frenken, (* 16.05.1683, Etzenhofen, + 07.06.1664, Eidenborn)
        T.v. Goswin Franck/Frenken und Johanna Maria Becker aus Etzenhofen
     + 02.10.1760, Eidenborn, 75 J.

Johann Peter
    oo I: um 1706, Johanna Michel,(* um 1687, + 08.04.1715, Wahlschied)
        T.v. Johann Nikolaus M. und Barbara Theis
    ooII: 1716; Anna Maria Jechter,(* um 1693, Eidenborn, + vor 1730, Eidenborn)
        T.v. Michael J. und N.N.
     + 28.02.1761, Berschweiler

(634)Peter
    oo 17.02.1715; Lebach; (635)Angela Riem, (* err. 1692, + 10.02.1757, Lebach)
        T.v. Johann Nikolaus R. und Barbara N. aus Lebach
     + 07.03.1744; Lebach


WEITERE ANGABEN:
(1268) Ackerer auf dem Eidenborner Hof; Müller in der Eidenborner Mühle
Begraben in der Lebacher Pfarrkirche.

Klaus Feld: Das Homes-Haus in Eidenborn...
....Als Hofbesitzer folgte ihm (= Nikolaus Hoffmann, Vater) sein gleichnamiger Sohn Nikolaus Hoffmann. In einem schmalen Heft hat er über die Zahlungen im Rahmen der Erbauseinandersetzung mit seinen fünf Geschwistern Buch geführt. Nikolaus Hoffmann könnte die Vorlage für die Sagengestalt des "Heiden-Kläs" geliefert haben, denn er wurde von Juliane Felitzitas von Hagen 1698 beschuldigt, einen Schuldschein des Philipp Daniel von Hagen über 125 Taler, ausgestellt auf das Jahr 1623, gefälscht zu haben. Ebenso kaufte sich um 1700 mit viel Geld von den Frondienstleistungen in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken frei.....

Probsteiprotokolle Saarbrücken 25.04.1689, Blatt 193:
Der ehrbare Johann Parisi vom Hahn hat an Hans Nikel Lesch von Eidenborn geliehen 7 1/2 Reichsthaler. Lesch gibt Pfänder, die Parisi so lange behalten soll bis Lesch oder seine erben kommen werden und das Geld zurückbringen. "so soll er als dann er Johann abstehen und die rechte Erben wieder zu ihrem gutt kommen lassen ohn einige gefahr und argelist und spitzfund wie dieselbe erdacht mechten werden" Anwesend waren Wilhelm Parisi von Falscht ein geschworener Scheffen und Entereas Fritz.
Nikolaus Hoffmann von Eydenborgen Handschrifft.

Handzeichen von Kleß Hoffmann vom 16.02.1691
 Bild 1268-1
Handzeichen von Kleß Hoffmann im PP vom 16.02.1691



Urkunde im Landesarchiv Saarbrücken Nr.22/2412; Bl.135:
'Niklaus Hoffmann zu Eidenborn hat seine Geschwister auskauf als:
1. Hans Görg Hoffmann laut seines Handzeichens von 30 Taler
2. Margreth; Berns Johann zu Reisweiler Hausfrau 25 Taler; mangelt Schein
3. Johann Hoffmann zu Berschweiler 30 Taler lt.seiner Handschrift
4. Johann Adam Hoffmann zu Cölln vor 30 Taler lt Schein; ohne Handzeichen
5. Maria Fidelii Schlichtig zu Eidenborn Hausfrau vor 30 Taler lt.seiner Handschrift'

Auszug aus: Franz Rudolf Repplinger: Das Hochgericht Lebach im 18.Jahrhundert, darin:
Streit zwischen Eidenborn(Nassau-Saarbrücken)und Landsweiler(Hochgericht Lebach) um den Bezirk am "Klingenborn" (1699-1762) (nach einem Bericht des trierischen Hofrats vom Hame, LHA Koblenz, Abt.51,13, Nr.1)

Im Jahre 1699 stehlen die Eidenborner dem Hirten von Landsweiler in einer nächtlichen Aktion drei Kasten Korn (1 Kasten = 6-9 Garben). Im Juni 1702 weiden sie ihre Schafe im Landsweiler Distrikt am Klingenborn(auch Klingelborn) und werden gepfändet d.h. die Landsweiler nehmen ihnen zumindest ein paar Tiere weg.
1703 beim Gerichtstag in Lebach bestätigten die Eidenborner in Person von Nicolai Hoffmann und Hans Niclas Ley das Eigentumsrecht der Landsweiler in diesem "gemeinschaftlichen" Distrikt, geben allerdings an, daß ihre Herrschaft ihnen befohlen habe, diesen Platz zu nutzen. Die Pfändung wird für gut erkannt, den Eidenbornern eine Strafe von 10 Goldgulden auferlegt und sie werden aufgefordert, das gestohlene Korn zurückzugeben. Der genaue Grenzverlauf bleibt aber noch strittig, und man kommt überein, den Platz gemeinsammit den "...Saarbrückischen in Augenschein zu nehmen...".
Das geschieht am 25. November 1706. man fertigt einen "Riß" an und einigt sich mehr oder weniger über den Grenzverlauf. Den "saarbrückischen" ind den Lebachischen" wird befohlen in Zukunft keine Pfändungen mehr vorzunehmen......

Probsteiprotokolle Saarbrücken (Anmerkungen von Karl Ludwig Rug in Kursiv)
05.01.1704, Blatt 127
Unterzeichnete bekennen hirmit Welcher gestalten sie Niklauß Hoffmann von Eidenborn heut
diesen morgen mich nacher Reißweiler zu seinem schwager Bernts Johann deführt umb zu hören
und zeugniß zu geben, was er Hoffmann mit gd.´seiner schwager wegen ihres Antheils an dem
hoff zu Eidenborn, so we ihr vormahlen hat abgekauft nehml.ged.Bernts Johann und seiner
Frau Margreths haben gestandten daß ihr Bruder Nicklauß Hoffmann ihnen ihr antheil an dem Hoff
zu Eidenborn vormahlen abgekaufft und darauf zwanzig fünf thaler an Viehe und Imme(?) von
ihm empfangen hätte. auch etliche mahl etwas an obst wie er ihr versprochen gehabt, anitzo
aber wolten sie jar mit nicht zufrieden sein sondern fordere nochweiter fünf thaler an Geld,
welches aber ihr Bruder Nicklauß nichtgestehen noch verwilligen wolle. Ihr weiter zu geben.
vhrkundt diesess. Saarbrücken den 5ten Jan 1704

Philip treib von Eidenborn,(Handzeichen +)
Conradt Röder dermalen Dinstknecht bey Michel grethens(?) wittib zu Eidenborn

Dazu noch mehrere Beilagen in Zettelform und ein Quittungsbüchlein. geht hervor, daß folgende
Geschwister vorhanden wären:

1. Nikolaus Hoffmann der Gutsinhaber zu Eidenborn
2. Margaretha, Bernsd Johanns Frau zu Reißweiler
3. Johannes Hoffmann zu Berschweiler
4. Johann Adam Hoffmann zu Bucherbach und Kölln
5. Hans Georg Hoffmann zu Eidenborn
6. Maria, Fidelii Schlichtig zu Eidenborn Hausfrau

Folgen noch drei Eidenborner Stücke aus denen ich nur die Namen ausziehe:
Nicklauß Hoffmann, Michel gechter (oder geither) Grether ?), Johann Nicklaus Steinmetz
Einwohner und Gemeinsmann zu Eidenborn, Fidelis Schlichtig
Nach dem ersten dieser Stücke hat der Hofbesitzer an seine fünf Geschwister ausgezahlt
zusammen 217 fl 15 alb

Klaus Feld: Die Eidenborner Mühle:
....Im Lebacher Weistum vom 14.Juli 1550 wird bei der Grenzbeschreibung eine zweifältige Eiche
gegenüber der Grießen Mühle als Grenzmarke genannt. Im Eidenborner Weistum
vom 9. September 1567 wird die gleiche Grenzmarke bestätigt. Zugleich wird berichtet,
dass der Eidenborner Meier Peter Greiß eine Mahlmühle besitze. Die Familie Greis ist im
16. Jahrhunderts als Besitzer des so genannten Eidenborner Hofes nachgewiesen.
Dieser Hof stand in der Hofstraße, oberhalb des Weyerbrunnens und gehörte in die alleinige
Grundherrschaft des Grafen von Nassau-Saarbrücken.Dementsprechend gehörte diesem auch
die Eidenborner Mühle.
Erbe der Familie Greis auf dem Eidenboner Hof war die Familie Hoffmann. Nikolaus Hoffmann
ließ um 1705 die im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Mühle wieder aufbauen. Baumeister waren
Andreas Fritz und Thomas Eleson aus Saarwellingen. Am 19. März 1714 erhielt Nikolaus Hoffmann
von der Nassau-Saarbrücker Verwaltung den Erbbestandsbrief über die Mühle, die neben der Knorscheider
Mühle zugleich Bannmühle für die Dörfer Eidenborn, Falscheid und Knorscheid war.
Am 16. Juli 1731 verkaufte Johannes Hoffmann, der Sohn des Nikolaus Hoffmann, die Mühle an
seinen Verwandten Hans Peter Schneider aus Landsweiler.....


 Bild 1268-2
Kartenaufnahme der Rheinlande von Tranchot und von Müffling 1803-1820: - (Ausschnitt aus: 250 Lebach)
Roter Pfeil:   Mühle am Roßbach zwischen Eidenborn und Landsweiler





 Bild 1268-3
Topographische Karte des Saarlandes TK 25, Ausgabe 1957-65
Gelber Kreis: Vermutete Lage des Eidenborner Hofes
Roter Kreis:  Ungefähre Lage der ehemaligen Eidenborner Mühle am Roßbach




FALSCHIEDER UND EIYDENBORNER RENOVATUR 1725:
Hier wird ein ' alter Nickel Hoffmanns ' erwähnt; der 'Eydenborner Hoffmann'
'Eydenborner Hoffs Bann:
Dieser Nickel Hoffmann ist ein Nassauischer Untertan; er hat sich aber zu Zeiten der verwittibten Gräfin von Nassau-
Saarbrücken Eleonora Clare...frondfrey gemacht; den Schafft und Gilt liefert er dem Meyer in Köllertal;
welchem solcher bishero von gnädiger Herrschaft als ein Vergeltung wegen der bei seiner Meyerei
habenden Müh und Arbeit bewilligt worden; die Landgelder aber zahlt er in die Landcassa mit der
Meyerei Falschied und Eydenborn
Gärten 14 1/2 Morgen; 39 Ruthen
Wiesen 18 ' 4 1/2 '
Felder 168 1/2 ' 2 1/2 '
Rothbösche 35 '
Gesamt 236 Morgen; 46 Ruthen
_______________________________________________________________

(1269) Begraben in der Lebacher Pfarrkirche;



QUELLE:
Karl Ludwig Rug: Die ev.Fam.d.Köllertales vor 1840;
Karl Ludwig Rug: Probsteiprotokolle Saarbrücken, LA Koblenz, Abt.22/2401 bis 2414
Gerhard Storb: Die Familien d.kath.Pfr.Hl.Dreifalt.. Nr.276b; 290
Karl Ludwig Rug: Renovaturprotokolle der ehem.Grafschaft Saarbrücken
A.Ruppersberg: Geschichte d.ehemaligen Grafschaft Saarbrücken; 02.Tl.
Klaus Feld: Die Eidenborner Mühle, in: Historischer Kalender Lebach 2010
Klaus Feld: Das Homes-Haus in Eidenborn, in: Historischer Kalender Lebach 2013
Franz Rudolf Repplinger: Das Hochgericht Lebach im 18.Jahrhundert, in: Vierherrschaft Lebach 1991
Klaus Mayer: Ortsgeschichte von Saarwellingen in: Saarwellinger Nachrichten 14/89
Inge Riedel: Die Einwohner von Lebach.... vor 1815, Nr.498, 500-503